Nur geträumt

Wärmflasche, Croissant, Beruhigungstee (der sicherlich sowieso nicht bei mir wirkt) und ich warte immernoch auf Besserung...

Ich werde niemals von ihm Kinder bekommen

Ich werde niemals seine Frau

Ich werde niemals mit ihm zusammenwohnen

Ich werde niemals mit ihm in die USA auswandern

Meine Träume wird eine Andere leben, während ich mich mit Dingen zufrieden geben werden muss, die ich gar nicht will und die mich nicht glücklich machen. Ich habe versucht diese Träume zu verändern, sie auf einen anderen Mann zu übertragen. Es geht nicht.

5.3.07 08:11, kommentieren

Tag at Home

Die Entscheidung steht. Ich bleibe. Nachdem Timo jetzt einfach vor mit unter die Dusche gesprungen ist (was ich ziemlich unverschähmt finde), war ich völlig überzeugt von einem Tag at Home. Da ich Morgen sowieso frei hätte / habe, stehe ich auch nicht so extem unter Druck bis Morgen wieder die Alte sein zu müssen.

Ich muss dringend einen Tierarzt in der Nähe finden. Die Krallen meines Hasen sind inzwischen so lang, dass es fast an Tierquälerei grenzt und es mir noch mehr Probleme machen würde. Also muss ich sie schneiden lassen. Ohne Auto kann ich aber nicht weit mit dem Kleinen fahren. Der dreht mir im vollen Bus völlig ab!

Und schon kommen die ersten Tränen...

5.3.07 06:07, kommentieren

Zuhause bleiben?

Meine Augen sind von den Tränen beim Telefongespräch ganz geschwollen. Meine Träume handelten ständig von Beziehungen. Mir geht es nicht gut. Ich habe einen totalen Neurodermitisschub, bin völlig in Gedanken versunken und somit abwesend und permanent den Tränen nahe. Warum jetzt? Warum muss ich immer in den denkbar schlechtesten Momenten solche miesen Zustände erfahren?

A. hat mir nachts nochmal geschrieben. Es tue ihm leid, dass er mir nicht helfen könne und dafür sorge, dass jemand so verbittert wie er werde. Er hoffe, dass ich nach dem Telefonat "nichts Dummes" gemacht habe. Er verstehe mich, aber könne nunmal nichts tun. Er mache sich Sorgen um mich. Es tut gut, dass er an mich denkt. Dass nach dem Auflegen des Hörers nicht einfach sein normales Leben weitergeht, während ich kämpfen muss.


Ich erwische mich wieder dabei, wie ich mir zurechtlege, was ich für eine Frau sein müsste, damit er sich wieder in mich verliebt. Auslöser ist seine Aussage, dass er derzeit (nicht nur bei mir) bei Aussagen mit den Worten "sinnlos", "wertlos" und "nicht lebenswert" völlig abschalte, nicht mehr zuhöre und sich entferne, weil er dafür nicht genug Kraft habe. Was tue ich also? Wie immer steht auf meiner imaginären Liste: Lebensmüde Gedanken nicht mehr erwähnen und ihm das Gefühl geben, in mir habe er einen Menschen, bei dem er mit soetwas nicht kämpfen muss. Ja, ich versuche mich wieder in seine Richtung zu verändern. Natürlich weiss ich, dasss das falsch ist, das müsst ihr mir nicht sagen. Ändert dieses Wissen etwas? Nein.

Ich bräuchte dringend eine Therapiestunde, aber dafür ist derzeit einfach keine Zeit. Ich kann weder das Renovieren, den Putzplan noch das Büffeln einfach verschieben! Ich würde liebend gerne Zuhause bleiben. Natürlich würde ich trotzdem Dinge erledigen, aber eben Zuhause, wo ich jederzeit in Sicherheit bin, weinen kann und meine Ruhe habe. Aber dann hätte ich das dritte Mal gefehlt. In 5 Wochen. Geldtechnisch wäre es machbar. Was soll ich tun? Auf meine Gesundheit hören? Die Krippe käme auch ohne mich klar, es wäre wohl nur mein Ansehen, das leiden würde. Ja, man sieht, ich versuche es mir zurecht zu legen.

5.3.07 05:09, kommentieren

Ich muss funktionieren

Diese Woche wird ziemlich anstrengend. Viele wichtige Dinge stehen an. Die Renovierung beginnt, ich habe nur noch diese Woche Zeit um für das Praktikum zu lernen oder mich vorzubereiten und ich habe Putzdienst. Das klingt für euch wahrscheinlich nach nicht viel, aber da ich es erst letzte Woche geschafft habe die für Andere völlig normalen Wochenaufgaben (Wäsche waschen, Einkaufen, Zimmer putzen, Hasen saubermachen) endlich alle zu erledigen, wird das ein harter Brocken für mich. Was ich letzte Woche geschafft habe, möchte ich auch diese Woche wieder schaffen und das alleine wird schwierig genug, aber dann kommen noch diese drei anderen Projekte auf mich zu! Ich hoffe, ich funktioniere ab Morgen wieder wie gewohnt, trotz meinem sehr schlechten Zustand! Wenn ich ehrlich zu mir selbst bin, bin ich erneut reif für einen stationären Aufenthalt. Ich war lange nicht mehr an diesem Punkt. Aber dafür ist kein Platz. Ich darf jetzt nicht einbrechen oder mich um meine Gesundheit kümmern. Hier ist meine letzte Chance! Jetzt oder nie wieder. Ich muss schaffen, was alle von mir erwarten. Was danach sein wird, darf ich jetzt nicht beachten! Auf das Morgen wie durch ein Wunder einfach wieder alles wunderbar ist.

 

4.3.07 21:01, kommentieren

Wie verliert man Hoffnung?

Ich habe nun eine ganze Weile mit A. telefoniert. Wirklich geholfen hat es nicht, aber ich bin ein wenig ruhiger. Ich möchte nicht erzählen, worüber wir alles geredet haben. Stattdessen möchte ich mein Problem schildern: Ich muss meine Hoffnung verlieren. Ich weiss nicht, wie ich das schaffen kann. Man kann nicht behaupten, dass er mir Hoffnung macht oder nicht oft genug gesagt habe, dass es (wohl) nichts mehr wird. Ein "Nie" wurde nicht und wird auch niemals ausgesprochen, weil man eben niemals weiss, was wirklich in Zukunft passiert. Trotzdem ist klar, dass die Chance eigentlich nicht vorhanden ist. Die Wahrscheinlichkeit ist zu gering. Ich müsste es also verstanden haben. Ich tue es aber nicht. Das liegt an meiner Einstellung, meinem Wesen. Ich bin zu verträumt, lebe zu wenig in der Realität, bin naiv. Er scheint es mir so oft sagen zu können, wie er möchte, mein Herz sagt mir trotzdem noch, dass es ein gemeinsames Happy End geben muss! Mir ist bewusst, dass meine Einstellung und meine Gefühle nicht der Realität entsprechen, aber das ändert nichts an ihnen und mindert auch nicht ihre Kraft. Das ist mein Problem! Das ist auch nicht zu ändern. Das ist meine Einstellung, mein Glaube, mein Wesen, meine Erziehung, alles eben. Das war immer so und wird immer so bleiben. Ich werde immer an filmreiche Dinge wie die große Liebe, Happy End und seine Liebe zu mir glauben. Wie aber soll ich nun meine Hoffnung verlieren? Ich muss sie verlieren, sonst bringe ich mich eines Tages um! Das habe ich ihm gesagt und ihn gebeten mir alles noch einnmal zu sagen, aber es ändert einfach nichts!

4.3.07 20:02, kommentieren

Selbstmorgedanken

Ich bin müde und habe keine Lust zu schreiben. Wahrscheinlich bin ich schlecht gelaunt, zumindest fühlt es sich so an. Mir geht es irgendwie nicht gut! Die Tablette wirkt Heute wieder auf eine Weise, in der sie nicht wirken dürfte. Ich fühle mich in T.' Umgebung unwohl und wir hatten Stress, weil er einen Text aus meinem Tagebuch gelesen hat. Ich knabbere sehr an der Sache mit A. Im Moment ist alles beschissen und wenn ich ehrlich bin, habe ich irgendwie das ätzende Bedürfniss mich umzubringen. Ich kann nicht sagen, woher es kommt und warum es keine Vorstufe dazu gibt. Dieses Gefühl ist einfach da. Mir ist mein seelisches Leid gerade einfach zu viel. Ich will mich dessen entziehen.

4.3.07 18:43, kommentieren

Liebeskummer

Ich bin enttäuscht, dass Katrin sich nicht nochmal gemeldet hat. Eine Entschuldigung hätte ich schon erwartet. Ich bin auch von A. enttäuscht. Dass er nicht auf all die Nachrichten geantwortet hat. Ob er einen schönen Abend hat? Kann man dann noch einen schönen Abend haben? Kann er einfach so nicht mehr daran denken? Kann er trotzdem lachen? Wie kann er nur? Wie man sieht, geht es immernoch schlecht deswegen. Ich würde jetzt gerne eine große Runde weinen, mich mit einer Wärmflasche in die Decke kuscheln, typisches Liebeskummer-Fressen in mich reinstopfen und dann wieder von einer guten Freundin aufgebaut werden. Oder mich in den Schlaf weinen. Oder Beruhigungstabletten nehmen. Danach ist mir. Es mal so richtig rauslassen. Den Schmerz, die Angst, die Verzweiflung, die Fragen, den Kummer. Aber T. ist hier und auch andere / fehlende Dinge lassen es nicht zu. Habe ich das verdient? Jetzt mal ernsthaft! Habe ich "dieses Schicksal" verdient? Bin ich daran selbst schuld? Ist es meine gerechte Strafe?

 

3.3.07 21:50, kommentieren

Erste Wohnungsbilder

Nicht erschrecken. Die Wohnung ist im Rohzustand. Heute wurde die Küche und der Flur tapeziert. Im Laufe der Woche werden Katrin und ich die Küche streichen. Danach wird das Schlafzimmer mit Tapeten ausgestattet und (nachdem ich gestrichen habe) Laminat verlegt. Alles muss noch geschrubbt werden, die Nikotinrückstände des alten Mieters kleben noch überall... Ich bin gespannt, welche Veränderung bei meinem Umzug zu sehen sein wird

 

Mein Eingang.
Treppe runter: Ich / Treppe hoch: Eltern

Unterer Teil (ohne Hängeschränke) der einen beiden Küchenzeilen mit Kühlschrank und Spühlmaschine (diese wird gegen eine kleinere ausgewechselt, da verrostet)

Optik meiner Küche. (Altbacken, aber ich mag es total)

Schlafzimmer

Waschbecken, Badewanne und der Fleck auf dem Boden stellt die Reste der Alten und die Anlegestelle der neuen Toilette dar

3.3.07 18:27, kommentieren

Schwieriger Heimweg

Endlich Zuhause. Der Weg hierher war nicht gerade einfach, denn erst ist mir ein Bus vor der Nase weggefahren (meiner Meinung nach absichtlich) und ein Zweiter kam gar nicht erst. Mein Vater hat mich nun hierher gefahren. Draußen stürmt es. Endlich kann ich mich hinlegen, essen wonach mir ist und muss nicht mehr in der eiskalten Wohnung meiner Eltern frieren.



3.3.07 18:17, kommentieren

Leere in mir

Fahre gleich endlich wieder nach Hause. Freue mich auf mein Bett, meinen Hasen, mein frisch geputzes Zimmer und einen gemütlichen Abend mit Thomas. Nachdem ich 25 Stunden am Stück wach war, schlägt langsam doch die Erschöpfung zu. Leichte Kopfschmerzen machen sich breit und ich werde von Minute zu Minute müder. Bin trotzdem überrascht, wie gut ich oder mein Körper den Alkohol vertragen hat! Normalerweise wäre mir übel, ich wäre zu schwach zum Aufstehen und mein Schädel wäre voller Schmerzen ganz taub. Aber mir geht es gut! Jetzt muss ich nur mal genug Spaß auf einer Party haben, um nicht doch wieder zum Heilmittel Alkohol zu greifen. Ehrlich gesagt musste ich aber wieder feststellen, dass ich wegen A. einfach nicht mehr fähig bin mich zu amüsieren. Ich kann nichts dafür, dass ich ständig an ihn denken muss, wenn ich unter Menschen bin. Ich kann es nicht abstellen. Ich vermisse ihn in fast keinem Moment so stark. Ich bin nicht glücklich. Ich habe es immer wieder versucht, aber ich habe letzte Nacht meinen Glauben und meine Hoffnung verloren. Ich lache und tanze. Ich trinke und unterhalte mich. Aber ich bin nicht glücklich. Nicht erfüllt. Mit den Gedanken nur bei ihm. Kein Wunder, dass ich nicht mehr gerne ausgehe. Da bleibe ich lieber Zuhause und leide nicht so sehr. Ich kann ohne ihn leben, aber bisher konnte ich ohne nicht glücklich sein. Ich kann es akzeptieren und das tun was alle von mir erwarten, aber ich bin eine leere Hülle dabei. Ich bin sehr zufreden damit, wie gut ich das alles hinbekomme, wie ich so lebe, was ich verändern konnte. Aber die Gefühle sind die Gleichen. Sie waren nie anders. Eine Therapie kann meine Gefühle nicht verändern, nur meinen Umgang mit ihnen. Das hat sie geschafft. Das macht mich happy. Aber irgendwie ist alles noch immer so leer wie vorher. Ich kann nichts dafür, dass ich ihn liebe. Ich kann nichts dafür, dass ich mich nur mit ihm wohl und glücklich fühle. Ich kann nichts für meine intensiven Gefühle. Ich wüsste nicht, was ich mir vorzuwerfen hätte.


3.3.07 16:07, kommentieren